Grundschule Lutzerath als Ganztagsschule - Konzept

Seit dem Schuljahr 2008/09 ist die GS Lutzerath Ganztagsschule.

 

Eine GTS bietet für Schüler, Eltern und Lehrer folgende entscheidende Vorteile:

 

Unser Gesamtkonzept berücksichtigt die im Vorfeld abgefragten Anregungen und Ideen von Schülern, Eltern und Lehrern, soweit dies möglich ist.

 

Die Verbandsgemeinde Ulmen als Schulträger hat sich klar zur GTS bekannt und erfüllt alle sächlichen Bedingungen, die für einen reibungslosen Betrieb nötig sind.

 

Zur sinnvollen Umsetzung der GTS erhält unsere Schule eine höhere Lehrerzuweisung ,. Auch steht eine hohe finanzielle Förderung zur Verfügung. Davon profitieren letztendlich alle Schüler!

 

Organisatorische Fragen

Nach der Unterrichtszeit erfolgt ein gemeinsames Mittagessen (siehe auch „Organigramm“ und „Organisation des Me“). Im Anschluss daran findet eine betreute Spiel- und Erholungszeit (u.a. Möglichkeit der Entspannung im neuen Ruheraum) statt.

 

Danach beginnt die Übungs- und Vertiefungszeit („Hausaufgaben“, differenzierte Übungen, siehe Kapitel“Förderung“). Von 15.00 bis 16.00 Uhr ( 14 Uhr bis 15 Uhr 1./2. Schuljahr) werden unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften stattfinden, beziehungsweise es findet die „tägliche Sportstunde“ statt (siehe Kapitel „Arbeitsgemeinschaften“ und Konzeptergänzung).

 

Förderung

Das zusätzliche Zeitbudget einer Ganztagsschule soll zentral für eine vertiefende Förderung unserer Schüler, einmal im Sinne einer kompensatorischen Förderung, aber auch in der Bedeutung der Förderung von Stärken und Begabungen verwendet werden.

 

Die Möglichkeit, Schüler in einer mittäglichen Übungs- und Vertiefungszeit zu beobachten und gegebenenfalls zu unterstützen, ergänzt und vertieft dieses Programm. Deshalb wird diese Übungszeit von Lehrkräften begleitet, die in der jeweiligen Klassenstufe unterrichten (vier jahrgangsbezogene Übungsgruppen). Vertiefend wird dies durch unsere Förderschullehrkräfte unterstützt, die die nachmittägliche Zeit nutzen, um differenzierend tätig zu werden.

 

Die Lehrkraft hat in dieser Phase die Möglichkeit diagnostisch tätig zu werden. Hat der Schüler den vormittäglichen Unterrichtsstoff durchdrungen? Wie sieht der zeitliche Aufwand aus? Wo besteht zusätzlicher Übungs- bedarf? Welche Rückschlüsse zieht die Lehrperson durch ihre Beobachtung auf den vormittäglichen Unterricht (Rückkopplung!!). Eine solche Lernprozessdiagnostik ist ein wichtiges Element, welches zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Erkenntnisse aus der Übungszeit wirken auf den vormittäglichen Unterricht zurück und umgekehrt. Dies setzt eine intensive Teamarbeit im Kollegium voraus, da ein reger Austausch nötig ist. In unserem Qualitätsprogramm ist Teamarbeit als Standard eingearbeitet und wird durch den Ganztagsaspekt zu ergänzen sein.

 

Wichtig für Schüler und Eltern war es in der Umfrage, dass die Übungs- und Vertiefungszeit die bisherigen Hausaufgaben so beinhaltet, dass der „Restnachmittag“ zu einer wirklichen „Freizeit“ wird. Dies ist auch uns eine wichtige Verpflichtung.

 

In der Zeit bis zu den projektorientierten Vorhaben (ab 14 Uhr bzw. 15.00 Uhr) wird es Gelegenheit zu differenzierten Maßnahmen geben, einmal im Hinblick auf eine Förderung besonders begabter Schüler (z. B. Knobelgruppen/Mathematik, Freies Schreiben/Deutsch, Schülerzeitung …), zum anderen möchten wir uns besonders um Schüler mit Teilleistungsschwächen kümmern (unter anderem Ag „Ergofit“, geleitet von Ergotherapeuten, Ag „Entspannung“, Ag „Rhythmik“ …). Hier könnten dann auch Projekte im Hinblick der Förderung von sozialen Kompetenzen stattfinden.

 

Arbeitsgemeinschaften / themenbezogene Projekte/Sportstunde

In der Zeit zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr (14Uhr und 15 Uhr Kl. 1/2) soll Zeit zur Bildung neigungsbezogener Arbeitsgemeinschaften und den Sport sein. Musische, sportliche und gestalterisch-kreative Projekte sollen angeboten werden. Auch hier haben sich Eltern und Schüler mit vielen Ideen eingebracht (s. Anlage 1). Deutlich soll zum Ausdruck gebracht werden, dass diese Zeit auch eine Förderzeit ist, die das bisherige Angebot unter dem Aspekt des Wählenkönnens ergänzt. Deutlich wurde auch in den durchgeführten Elterngesprächen, dass ein solches „Freizeitangebot“ für viele Eltern nur schwer realisierbar ist, weil es in unserer ländlichen Gegend mit einer sehr zeitaufwendigen Fahrtätigkeit verbunden wäre. Deshalb begrüßen viele Eltern ein solches Angebot und wünschen sich eine fruchtbringende Kooperation mit den hiesigen Vereinen ( siehe z.B. Ag Mädchenfußball in Zusammenarbeit mit der MSG Weiler-Gevenich).

 

Eine Auswahl der zu organisierenden Arbeitsgemeinschaften sei hier genannt:

 

Wichtig ist uns hier der Einbezug der hiesigen Vereine, Kirchengemeinden und sonstigen Gemeinschaften im Sinne einer Gemeinwesensorientierung, die für beide Seiten Frucht bringt (s. auch die Seiten 18 bis 21 des Orientierungsrahmens Schulqualität).

 

Organigramm des Tagesablaufs an einer Ganztagsgrundschule Lutzerath

 

Möglicher Tagesablauf für die Klassen 1 und 2 (Mo. bis Do.)

7.45 Uhr Offener Beginn

7.55 Uhr Unterrichtsbeginn

12.00 Uhr Unterrichtsschluss

12.00 Uhr bis 13.00 Uhr Mittagessen und Erholungszeit (mit Betreuung)

13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Lernzeit (Klassenlehrer, Fachlehrer, Förderlehrer)

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr Projektangebote/ Sportstunde (2x)

15.00 Uhr bis 16.00 Uhr Spielzeit/ Förderzeit

 

Möglicher Tagesablauf für die Klassen 3 und 4 (Mo. bis Do.)

7.45 Uhr Offener Beginn

7.55 Uhr Unterrichtsbeginn

12.55 Uhr Unterrichtsschluss

13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Mittagessen und Erholungszeit (mit Betreuung)

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr Lern- und Übungszeit („Hausaufgaben“)/ Förderzeit mit Lehrpersonen!

15.00 Uhr bis 16.00 Uhr Projektangebote (bzw. 2x Sport)

 

Perspektiven

Unser Konzept beinhaltet einmal ein „additives“ Organisationsmodell, das heißt, dass das vormittägliche Pflichtprogramm von allen Schülern zu absolvieren ist. Danach schließen sich die Maßnahmen für die Ganztagsschüler an.

 

In unserer Ganztagsklassen (z.B. 4a) kann dieser Rhythmus anders gestaltet werden, da alle Schüler der Klassen über Mittag in der Schule sind. Hier können Übungs- und Vertiefungsphasen zwischengeschaltet werden. Für die Zukunft müssen wir beobachten, wie viele Ganztagsschüler pro Jahrgang angemeldet werden, um eventuell eine Ganztagsklasse bilden zu können.

 

Zusammenarbeit mit der „Realschule Plus Vulkaneifel“

In diesem Zusammenhang stellen wir uns schulartübergreifende Projekte u.a. unter den Themen Lesen und Schreiben, mündlicher Ausdruck (Theater) vor. Hier könnten Arbeitsgruppen des 3. bis 6. Schuljahres entstehen, geleitet von einer Lehrperson der Regionalen Schule in Kooperation mit der Grundschule. Neben der inhaltlichen Arbeit hätte dies für Grundschüler auch den positiven Effekt des Kennenlernens von Lehrern der Realschule Plus. Das könnte eine Hilfe für einen gleitenden Übergang in die Sekundarstufe 1 sein.

 

4.3. Essen mit Freude

Eine gesunde Ernährung ist die Grundlage für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Daher ist uns sehr daran gelegen, dass an unserer Schule für alle Beteiligten eine Sensibilisierung dafür stattfindet. Daher wünschen wir uns, dass diese Thematik über den Ganztag hinaus in unser Schulleben dringt. Dementsprechend planen wir passende Projekte.

 

Die Gestaltung des qualitativ hochwertigen, abwechslungsreichen Mittagsmahles, welches kultiviert und mit Genuss verspeist werden soll, ist uns ein wichtiges Bedürfnis. Räumlich wie organisatorisch müssen die Voraussetzungen so gestaltet sein, dass die Mittagszeit gleichzeitig Erholungszeit ist.

 

Der Neubau einer den Bedürfnissen entsprechenden Mensa wurde realisiert und trägt zu einer erholsamen Mittagszeit bei. Die Raumgestaltung findet unter Schülerbeteiligung statt. Die Mensaverhaltensregeln sind transparent. Die Schüler nehmen ihr Essen unter Betreuung ein. Die Mahlzeit ist so hergerichtet, dass die Schüler eine Essensauswahl treffen können (3 Menüs: vegetarisch/ normal – Wahl über das Internet). Die Ausgabe erfolgt über das Personal des Anbieters. Das Mittagessen wird in zeitlich versetzten Schichten eingenommen, um größere Hektik zu vermeiden. Der Preis für ein Mittagessen beträgt zurzeit 3,-- €. (Nach Antrag kann unter Umständen eine Reduzierung des Preises auf 1,-- € erfolgen.)

 

Sollten Sie noch spezielle Fragen haben, wenden Sie sich bitte gerne an mich.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Th. Schmittgen

Rektor

 


Liebe Eltern,

 

unser Ganztagsangebot soll ständig überprüft und verbessert werden. Anregungen und Ideen von Eltern- Schülerseite wollen wir nach Möglichkeit in unser Konzept für die kommenden Schuljahre übernehmen. Die wichtigsten Punkte finden Sie hier noch einmal zusammengefasst:

 

Mensa

 

Lern- und Übungszeit

 

Arbeitsgemeinschaften

 

GTS allgemein

 

Tägliche Sportstunde

Im Ganztagsbereich haben wir in Zusammenarbeit mit der ADD und mit Zustimmung der Eltern die „tägliche Sportstunde“ eingeführt. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde nämlich festgestellt, dass Sport nicht nur die Motorik und das soziale Miteinander fördert, sondern auch die geistige Entwicklung. Weitere Informationen darüber erhalten Sie bei der Schulleitung.

 

Bitte beachten Sie: Das Ganztagsangebot gilt von Montag bis Donnerstag bis 16 Uhr. Brauchen Sie freitags ein Betreuungsangebot über die normale Schulzeit, können Sie Ihr Kind für die Betreuende Grundschule anmelden. Über die genauen Modalitäten bezüglich Mittagessen, Wahl der Arbeitsgemeinschaften, etc. werden wir Sie dann in nächster Zeit informieren. Für die Anmeldung an der Ganztagsschule haben Sie Zeit bis zum Frühjahr 2016. Wir werden Sie dann noch einmal ansprechen. Umso früher Sie eine Entscheidung treffen können, umso leichter machen Sie uns die Vorplanungen. Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung.

 

Mit freundlichem Gruß

 

(Schmittgen, Rektor)